Argumentarium

Ja zur Gesamtrevision des kommunalen Richtplans – alle Argumente im Detail.

Sieben Gründe für ein Ja zum Richtplan

Klima und Natur stärken

Netto Null 2040 konsequent verfolgen

  • Das von der Bevölkerung klar vorgegebene Klimaziel Netto Null 2040 zieht sich als roter Faden durch den Richtplan.
  • Der Richtplan nimmt die Vorgaben der angenommenen Gegenvorschläge zu den Stadtklima-Initiativen auf: Velo-, Fuss- und öffentlicher Verkehr werden gestärkt und legen die Grundlage für eine nachhaltige Mobilität. Begrünung und Entsiegelung werden gefördert, um die Stadt klimafit zu machen.
  • Der Richtplan fördert Konzepte der Kreislaufwirtschaft und stärkt die Biodiversität.
Illustration: Gartenarbeit, Pflanzen und eine joggende Person auf einer geschwungenen Strasse

Platz für die Stadt von morgen schaffen

Infrastruktur rechtzeitig sichern

  • Der neue Richtplan bündelt erstmals die gesamte raumwirksame Entwicklung der Stadt in einem umfassenden Steuerungsinstrument für die Stadtverwaltung.
  • In einer wachsenden Stadt muss frühzeitig Raum für öffentliche Bauten wie Schulhäuser, Sportanlagen, Quartieranlagen, Werkbauten, Busdepots und Verkehrswege gesichert werden. Der Richtplan koordiniert die nötigen Schritte dafür.

Wachstum aktiv gestalten

Gezielte Verdichtung und starke Quartiere

  • Der Richtplan strebt eine gezielte Verdichtung an und lenkt das Wachstum der Stadt auf das urbane Rückgrat (von Töss über die Innenstadt nach Oberwinterthur/Grüze).
  • Die Quartiere sollen ihren Charakter behalten. Verdichtung in den Quartieren ist punktuell möglich, vor allem dort, wo bezahlbarer Wohnraum entstehen kann.
  • Der Richtplan beschliesst Massnahmen, um das Wachstum zu begleiten und negative Effekte abzufedern: So wird gemeinnütziger Wohnungsbau gefördert, gerade in dichten Gebieten wird besonderer Wert auf Quartiertreffpunkte gelegt, und Grünflächen werden gesichert.
  • Der Richtplan orientiert sich am Prinzip der «Stadt der kurzen Wege»: Alles Wichtige für den Alltag – Läden, Ärztinnen, Schulen, Sportanlagen, Grünflächen – ist zu Fuss oder mit dem Velo erreichbar. Dies hält die Quartiere lebendig und entlastet die Strassen.

Mobilität für alle verbessern

Mehr Platz für Langsamverkehr und Gewerbe

  • Der Richtplan beschliesst eine starke Förderung des flächeneffizienten Verkehrs (Velo-, Fuss-, öffentlicher Verkehr). Dies ist der Schlüssel für eine leistungsfähige Mobilität in einer wachsenden Stadt.
  • Neue Velo- und Fussverbindungen werden geplant. Ausserdem strebt der Richtplan die konsequente Entflechtung von Fuss- und Veloverkehr an – für die Sicherheit von Fussgänger:innen und das schnelle Vorankommen von Velofahrer:innen.
  • Die Reduktion des privaten Autoverkehrs schafft Kapazität auf den Strassen. Dies kommt denjenigen zugute, die auf ein Auto angewiesen sind: dem Gewerbe sowie Personen mit eingeschränkter Mobilität.
  • Wirtschaftsverkehr und Versorgung werden mitgedacht. Ein Parkierungskonzept für den Gewerbeverkehr sowie eine Grundlage für eine leistungsfähigere, besser organisierte Citylogistik werden aufgenommen.
  • Eine Vertiefungsstudie für ein schienengebundenes System mit Tram und Stadtbahn wurde beschlossen – weg vom reinen Bus-System hin zu einem zeitgemässen Nahverkehrskonzept für eine wachsende Stadt.
Illustration: Velofahrerin, Schulhaus, spielende Kinder und ein Bus auf einer geschwungenen Strasse

Bezahlbaren Wohnraum fördern

Mehr gemeinnützige Wohnungen ermöglichen

  • Der Richtplan verpflichtet die Stadt, sich aktiv für den Schutz, die Erhaltung und die Erhöhung des Anteils von bezahlbaren und qualitativ hochwertigen Wohn- und Gewerberäumen einzusetzen.
  • Die von der Bevölkerung angenommene Abstimmung zum Gegenvorschlag zur «Wohnen für alle»-Initiative wird im Richtplan verankert. Damit sollen jährlich 120 neue Wohnungen im Eigentum gemeinnütziger Wohnbauträger entstehen.
  • Bei Auf- oder Umzonungen fordert die Stadt im Rahmen des Mehrwertausgleichs konsequent gemeinnützigen Wohnungsbau ein.

Arbeitsplätze vor Ort stärken

Raum für Unternehmen und Wirtschaft

  • Der Richtplan definiert erstmals konkret, wo in der Stadt Verdichtung stattfindet und wo Arbeitsplatzgebiete wachsen sollen.
  • Die Wirtschaft wird durch gut erschlossene Arbeitsplatzgebiete gestärkt.
  • Der Richtplan korrigiert das jahrelange Ungleichgewicht zwischen Wohn- und Arbeitsplatzwachstum.
  • Das «urbane Rückgrat» entlang der Bahnhöfe wird zur tragenden Struktur der Stadtentwicklung.
Illustration: Wohnhäuser, Gewerbebau mit Solardach und eine Velofahrerin auf einer geschwungenen Strasse

Breit abgestützt und demokratisch erarbeitet

Das Resultat eines konstruktiven Dialogs

  • Der Richtplan basiert auf der räumlichen Entwicklungsperspektive «Winterthur 2040» und ist das Ergebnis eines breit abgestützten, mehrjährigen Prozesses – von der öffentlichen Auflage (60 Tage, ca. 800 Anträge von rund 90 Einwendenden) über 14 Anhörungen mit Parteien und Verbänden bis zur 1,5-jährigen Kommissionsarbeit und dem Parlamentsentscheid mit Kompromissen von links bis rechts.
  • 60 % der Anliegen aus dem Mitwirkungsprozess wurden im Richtplan aufgenommen – dies ist ein Zeichen für einen tragfähigen, konsensfähigen Kompromiss.
  • Der Richtplan ist ein strategisches Steuerinstrument für die Stadtverwaltung. Er bewirkt keine Kompetenzverschiebung oder weniger Demokratie: Auch in Zukunft werden Projekte von der bewilligenden Instanz (Stadtrat, Stadtparlament oder Volksabstimmung) bewilligt werden müssen.

Überzeugt? Dann sag es weiter!

Am 29. November entscheidet Winterthur. Hilf mit, dass möglichst viele Ja stimmen.

Illustration: Wohnhäuser, Gewerbebau mit Solardach und eine Velofahrerin auf einer geschwungenen Strasse